Dillon kommt!

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Nicht Dylan! Dominique Dillon de Byington. Mit ihrem aktuellen Album tourt Dillon, wie sie sich lieber nennt, zur Zeit durch die deutschen Metropolen. Geboren in Brasilien, mit vier Jahren nach Köln gezogen, ihr Abitur gemacht und einfach 2007 ans elterliche Klavier gesetzt, das Ganze gefilmt und auf youtube gestellt.
Auf die Frage von laut.de, als was sie sich vorrangig versteht, antwortet sie:

Ich verstehe mich als das 19-jährige Mädchen, das ich bin. Wenn ich schreien muss, schreie ich. Wenn ich singen muss, singe ich. Wenn ich weinen muss, weine ich.

Quelle:laut.de Interview

Inzwischen sind vier Jahre vergangen, Dillon ist nach Berlin gezogen, hat auf Festivals gespielt, und hat endlich das Bedürfnis, ein ganzes Album heraus zu bringen. „This Silence Kills“ heisst es. Im Interview mit der Vogue erklärt sie:

Grundsätzlich finde ich Stille großartig. Vorausgesetzt, dass man sich nicht gerade einsam fühlt. Aber wenn Stille und Einsamkeit zusammenkommen, kann das tödlich sein. Und das Songschreiben war mein Ausweg.

Quelle:Vogue Interview

Ihre Stimme zwischen Björk und Tori Amos, die Musik zwischen Piano und Elektronic mit Anleihen aus HipHop und Chanson. Das geht. Sogar gut.
Dillon ist am 26. 3. 2014 in Hamburg auf Kampnagel.
Vollständige Tour Übersicht:hier

Zum Hören und Sehen:

[Update]: Das Konzert in der Prinzenbar war sehr schön, doch leider viel zu kurz (45 min).
Sie hatte einen Keyboarder dabei, der aus dem Moog schöne tiefe Bässe rausholte. Ich fand es eine gelungene Mischung aus Drum & Bass, Dance und House mit einem Schuss EBM. Aus ihrer Stimme habe ich auch noch einen Hauch Siouxsie oder Kate Bush herausgehört. Schön, dass wir „Tip Tapping“ mitsingen durften 😉 Als sie zur Zugabe noch mal auf die Bühne geklatscht wurde, sagte sie fast schüchtern „Ich weiss gar nicht, was ich jetz spielen soll!“. Dillon – spiel einfach drauf los, das mögen wir!
(Vielen Dank an den Spender der Eintrittskarte. Ich habe mich riesig gefreut.)